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Ich kenne dich nicht!
Was ist es, was mich glauben läßt, dich zu kennen?
Die Art zu reden oder die wahl deiner worte?
Vergleiche ich sie mit anderen, lassen sie mir
keine Zeit zum Atmen.
Verführst mich, mit deinen Gedanken,
dringst in mein Inneres,
kannst wissen, was keiner sonst weiß,
auch du dürftest es nicht wissen und doch tust dus.
Du sprichst Worte, die meine sind,
sagst Sachen, die ich mir denke,
tust Dinge, welche ich tue,
verscheuchst mir meine Traurigkeit,
mit einem Wort. Du siehst in mein Herz,
obwohl du mich nicht mal kennst.
Versuchen, das zu verstehen,
wie könnte ich? Es ist so,
als wären wir uns schon mal begegnet,
an einem Waldrand, an einem Bach, vor langer Zeit,
als die Bäume noch wucherten,
die Wiesen grün leuchteten
und die Sonne, Diamanten glänzen ließ.
Doch ist es vielleicht, nur eine Fantasie,
die sich in meine Gedanken schleicht?
Warum will ich dich umarmen,
dich festhalten,
dich küssen,
dir in deine Augen sehen,
darin versinken?
Sag mir was es ist, was mich so sein läßt ]
Dann, wenn Du gehst, scheinst Du mir nie gewesen. Ich finde mich, wie der vom Traum erwacht, Versehnt nach einer nächsten tiefern Nacht, Zur alten Lüge lächelnd zu genesen. Dann, wenn Du kommst, weiß ich mich nicht erhalten Je ohne Dich, Du Herz der toten Welt: Du Brand, vor dessen Glut mich das Erkalten, Dem ich entrann, erinnernd überfällt - So schwank ich, willig immer zu verlachen Der frühern Stunde Armut; find ich mich Zwischen Phantomen taumelnd; in den Rachen Gleit ich der Zeit, unwissend: liebt ich Dich Eben im Traum, eben im Traum-Erwachen? Dies nur: ich tats, blieb unabänderlich.
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